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On the Road II - Festival da Batata Doce in Aljezur

Auf der zweiten größeren Tour fuhren wir einfach quer
durch das Monchique bis zur Westküste. Die Tour lässt sich nicht mehr
rekapitulieren, aber auf jeden Fall empfehlen. Ziel am frühen Nachmittag
war Aljezur.
Das Festival der Süßkartoffel findet jährlich in
Aljezur statt. Der Eintritt in die kleine Zeltwelt des Festivals kostet
einen Euro. Eine kleine Messe und ein großes Restaurantzelt sind die
zentralen Highlights der Veranstaltung. Angesichts der aufgebauten Bühnen,
dürfte hier abends auch regelmäßig eine große Party steigen.
Ende Oktober ist ein Festival dieser Größenordnung eine
eher touristenfreie Veranstaltung. Wir sind ein wenig durch die Gegend
geschlendert; dank Fotoapparat natürlich leicht als Touris identifizierbar
:-). Aber hier kann man die pure Lebensfreude der Portugiesen wunderbar
genießen. Nicht immer ist Saudade in Portugal.
Wir haben uns dann im kleinsten der Restaurantbereiche
niedergelassen und uns aus der Rubrik "Kleinigkeiten" die regionale
Spezialität Schweinefleisch mit Muscheln und Süßkartoffeln - Porca com
batata doce e amêijoas - bestellt. Das war zwar von den Kosten her (5 €)
eine Kleinigkeit, aber ansonsten eine vollständige und sehr reichliche
Mahlzeit. Obwohl wir Riesenhunger hatten, haben wir die so dermaßen
leckere Portion kaum verputzen können.
Zur Mittagszeit war es in diesem Restaurant recht ruhig:
Die gesamte Mannschaft - Köchin, Thekenbedienung und Kellner - stellten
sich an die Bar und schauten uns fröhlich breit grinsend beim Essen zu.
Die drei waren extrem sympathisch, sodass wir einfach freundlich
zurückgrinsten.
Nach dem Essen kam der Kellner dann mit einer Flasche. Auf
das Etikett zeigend schüttelte er den Kopf (da ist nicht drin, was
drauf steht) und schenkte von seinem Selbstgebrannten ein. Keine
Ahnung mehr, was es war, aber in Verbindung mit der obligatorischen Bica
als Abschluss des guten Essens hervorragend geeignet.
Sollten Sie die Möglichkeit haben, ein solches Fest
besuchen zu können: Hinfahren! Erwarten Sie nur nicht, dass dort jemand
deutsch oder englisch spricht. Auch das Portugiesisch des Kellners ist nur
sehr selektiv zu mir durchgedrungen. Aber mehr als bom dia, und
obrigado ist für die Verständigung auch nicht nötig.
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