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Reisebericht Juli 2008

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Urlaub im Juli

Bedingt durch Job und anderes mussten wir dieses Jahr im Juli reisen. Nach den Erzählungen anderer Reisender hatten wir uns auf heißes Wetter eingestellt und insbesondere viel Touritrubel erwartet.

Erstaunlicherweise war Lagos und auch die anderen üblich-verdächtigen Orte in der Algarve nicht einmal ansatzweise überlaufen. Zwar gab es deutlich mehr Touristen als im Oktober oder Juni: Aber von "zuviel" oder "übervoll" konnte man wirklich nicht sprechen. Allerdings war in diesem Jahr wohl auch ein wenig Flaute. Auch die Dame von unserer Zimmervermittlungsagentur berichtete von "derzeit zu wenig Arbeit".

Wetter im Juli

Irgendwie schaffen wir es fast nie, ganz normales, der Jahreszeit angemessenes Standardwetter zu erwischen. Eingestellt hatten wir uns auf "heiß heiß heiß". Prinzipiell war es das auch, solange kein Wind wehte. Und der wehte einigermaßen ordentlich fast ununterbrochen. Zwar lagen die nominellen Temperaturen, wie für den Juli üblich, tagsüber konsequent deutlich über 30 °C, aber die gefühlte Temperatur bewegte sich irgendwo um die 25 °C; abends deutlich darunter. Auf einer Wanderung an der Westküste hat mich der kalte Wind so sehr gestört, dass ich komplett genervt war.

Für uns bedeutete das aber, dass wir trotz der hohen Temperaturen ganz gut wandern konnten, auch wenn wir von besonders anstrengender Touren abgesehen haben. Die letzten Tage ließ der Wind nach und dann merkten wir auch, was Algarve im Juli wirklich bedeutet.

Fala Portugues? oder Unfreundliche Portugiesen

Auch wenn ich kein Sprachgenie bin, reicht es inzwischen bei mir für's Überleben und die regelmäßig angewandte Restaurantkommunikation läuft sogar weitestgehend flüssig. Aber dieses Jahr wurde ich häufig mit einem Phänomen konfrontiert, das micht richtig sauer machte: Man spricht mit den Leuten portugiesisch und man bekommt die Antwort oder gar die Rückfrage auf englisch. Extrem penetrant haben wir das in einem Restaurant in Silves erlebt (ich spreche konsequent portugiesisch, die Bedienung redet ausschließlich englisch). Aber auch im Intermarché und beim Ticketkauf im Bahnhof ist mir das begegnet. Das war ziemlich frustrierend und in meinen Augen extrem unhöflich. Wer würde schon einem Portugiesen in Deutschland auf Englisch antworten, wenn er auf Deutsch gefragt würde?

Aber es gab auch sehr nette Erlebnisse: In den meisten Restaurants freuen sich die Kellner wie Bolle. Auch die Inhaberin des O Briol in Lagos, die perfekt deutsch, englisch, portugiesisch und französisch spricht, hat gnadenlos portugiesisch mit mir gesprochen, auch wenn mein Portugiesisch von ihrem Deutsch Lichtjahre entfernt ist. Und für eine kleine nette Plauderei mit der Tankstellenpächterin in Monchique hat es auch gereicht. ;-)

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