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Reisebericht 2004

Dies ist und nun Portugal Part II. Nachdem uns die Algarve und Lagos 2003 restlos begeistert haben, ging es Ende Oktober 2004 wieder für eine Woche Kurzurlaub dorthin.

Lagos 2004

Wir wohnten in einer Appartementanlage am Praia da Dona Ana mit Blick gen Osten auf den Atlantik. Dank der Tatsache, dass wir außerhalb der Saison dort waren, war es auch in der Appartementanlage entsprechend ruhig. Den meisten Lärm veranstalteten die Möwen.

Blick vom Balkon - Auf dem Weg nach hause

Blick vom Balkon – Auf dem Weg nach hause

Im Wesentliche hat sich in Lagos in diesem einen Jahr nicht viel verändert. Aber die „Baustelle Markthalle“ ist nun endlich keine mehr. Zwar ist die Dachterrasse noch nicht komplett fertig, aber die Markthalle als solche ist bereits in Betrieb.

Oktoberwetter

Ende Oktober ist das Wetter nicht mehr ganz so zuverlässig, wie wir es aus dem September gewohnt waren. Aber bis auf einen Tag hatten wir im Wesentlichen gutes Wetter. Ab und an ein Regenschauer, aber die Temperaturen waren permanent angenehm. In sonnigen Zeiten waren Temperaturen jenseits der 20 °C die Regel.

Bis auf einen Morgen – nach einer durchregneten Nacht – konnten wir noch jeden Morgen auf dem Balkon frühstücken. Und es waren weder dicke Jacken noch Pullover notwendig.

Essen in Lagos

Wie schon im Jahr zuvor können wir von den Restaurants in Lagos nur Gutes berichten. Allerdings bezieht sich das nur auf die portugiesischen Restaurants. Zu chinesischen, italienischen und schweizerischen Lokalitäten können wir keine Aussagen treffen.

Als Nachtrag zum 2003er Bericht: Rechts von der Markthalle befinden sich einige kleinere Restaurants, unter anderem das „Barros“. Sollten diese auf Sie keinen einladenden Eindruck machen: Sie irren sich gewaltig! Das Essen ist in diesen Restaurants ganz hervorragend.

Die Preise am Hafen waren im Gegensatz zu 2003 allerdings ziemlich angestiegen.

Typisch Algarve

Pottery

Pottery

Als wirklich typisch kann man die Vielzahl der Keramikhändler (Potterys) bezeichnen. Neben vielen Ladengeschäften in den Städten findet man auch viele Anbieter direkt an den großen Straßen. Diese haben neben einem größeren Angebot auch Großkeramik, die teilweise auf Freiflächen ausgestellt wird. ACHTUNG! Suchtfaktor: hoch!

Wandern 

Auch 2004 waren wir wieder auf Basis der Wanderschreibungen von www.algarve-reisen.com unterwegs.

(Eine Erläuterung der Symbole finden Sie hier.)

Sonnenbrand im Oktober und Gekraxel in den Klippen

Klippenwanderung von Carvoeiro nach Benagil | GoogleEarth


Leuchtturm

Farol

Ein anstrengende aber sehr sehr schöne Wanderung. Auf dem Hinweg an den Klippen entlang kann man in aller Ruhe die herrliche Landschaft genießen. Allerdings bedeutet dies auch, 6 km durch die Klippen kraxeln.

Vernünftiges Wanderschuhwerk ist hier unbedingt zu empfehlen und bei wärmerem Wetter sollte unbedingt ein starker Sonnenschutz aufgetragen werden. Selbst Ende Oktober haben wir uns noch problemlos einen leichten Sonnenbrand zugezogen.

Mit Möwe

Mit Möwe

Der Rückweg führt dann eine wenig befahrene befestige Straße entlang. Bei strammem Marschieren ist der Rückweg innerhalb einer Stunde bewältigt. Wer mag, kann natürlich auch über die Klippen zurücklaufen.

Entspanntes Schlendern durch grüne Pinienwälder und ein netter Rastplatz zum Pausieren

Barão de São João | GoogleEarth

Pinienwald

Pinienwald

Eine Wanderung durch landschaftlich sehr schönes Gebiet. Ist aber vermutlich im Frühjahr zur Blütezeit um einiges schöner als Ende Oktober.

Auf jeden Fall kann man hier gemütlich durch den Wald schlendern und ganz entspannt die Ruhe genießen. Die Tour ist gut geeignet, wenn man nicht vollkommen faul im Hotel sitzen möchte, aber auch keine Lust auf allzu ausufernde körperliche Betätigung hat.

Trimm dich Pfad

Und nun bitte recht sportlich!

Dieser Rastplatz bietet einen großen, überdachten Grill (dort können problemlos mehrere Leute gleichzeitig grillen), eine Vielzahl von Tischen und Bänken, einen Kinderspielplatz, Trinkwasser und einen Trimm-Dich-Pfad.

Steiler Anstieg über eine äußerst schöne Route, belohnt mit einem fantastischen Ausblick

Monchique – Wanderung auf den Picota | GoogleEarth

Blick vom Picota

Blick vom Picota

Die Gesamtlänge der Wanderung ist mit ca. 9,5 km recht überschaubar, aber der teilweise steile Anstieg ist entsprechend anstrengend. Die Wegbeschreibung ist nicht immer ganz eindeutig: Im Zweifel aber einfach Richtung Gipfel orientieren, der kaum zu verfehlen ist.

Auch bei dieser Tour gilt: Wanderschuhe oder wenigstens gutes, festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich.

Die Strecke führt vorbei an kleinen Gehöften in den Bergen, durch Wald und den letzten Kilometer über Felsen und durch die Sonne. Die Brände der vergangenen Jahre haben den Gipfel weitgehend kahl rasiert.

Auch wenn der Rückweg über die Straße etwas anstrengend und nicht mehr so interessant ist, lohnt der Aufstieg auf den Picota allemal und sollte zum Pflichtprogramm jedes aktiven Urlaubers gehören.

Mit dem Auto durch das Hinterland: Wunderbare Menschen und viel Sehenswertes

Autowanderung nach Barranco do Velho | GoogleEarth

Für diese Tour sollte man sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. In der Tat ist es nicht nur eine Reise in das noch ursprüngliche Hinterland der Algarve, sondern auch eine Reise in die Vergangenheit.

Mühle

ca. 200 Jahre alte Mühlen

 Rundhäuser aus dem Mittelalter

Rundhaus in Mealha aus dem Mittelalter

In Erinnerung bleiben die tolle Landschaft, alte Bauwerke und besonders das Dorf Mealha, in dem Sie originale Rundhäuser aus dem Mittelalter sehen können.

In Mealha selbst haben wir außerdem sehr freundliche Menschen getroffen. Vier alte Damen in bunten Kleidern, ein alter Mann, der einen hoch mit Reisig beladenen Esel ins Dorf führte und einen Herren, der mir mit viel Mühe klar machte, dass es am Nachmittag nicht mehr „bom dia“, sondern „boa tarde“ heiße. Nach mehreren Anläufen fiel bei mir der Groschen … :-)

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